Schützenfest 2015

Wie jedes Jahr zum Ersten Sonntag im September so stand auch in diesem Jahr das Grevenbroicher Schützenfest wieder vor der Tür. Traditionsgemäß traf sich der Jägerzug St. Hubertus am Donnerstag den 03.09.2015 um 19.00 Uhr zum Löhnungsapell im Vereinslokal „Op de Eck“ (ehemals Anno 2006). Der Erste Vorsitzende Dieter Hartwig begrüßte die Anwesenden recht herzlich. Besonders begrüßte er unsere Majestät Thilo I Kagel. Er wünschte allen ein schönes Schützenfest.

Leider mussten einige Kameraden aus gesundheitlichen Gründen sich abmelden. Hierzu zählte Heinz Rodrigo, Sven Linkenheil als auch Matthias Schiffer. Ein weiterer Hinweis folgte zum Schützenfest der Dorfgemeinschaft Neuenhoven-Schlich indem unsere Majestät ja auch Schützenkönig ist. Es wurde auf die Residenz-Eröffnung am 10.09.2015 hingewiesen zu der er alle Zugkameraden einlud. Ebenso folgte der Hinweis auf Sonntag den 13.09.2015 zum großen Festumzug in Neuenhoven und Schlich. Hier wird in Paradeuniform angetreten.

Ein weiterer Hinweis betraf die Stifter des Bieres am Löhnungsapells. Das Fass Kölsch wurde von den Ratsherren (Andre, René und Max) sowie das Fass Alt wurde von Dieter Hartwig und Dominic Weinsheimer gestiftet. Bei den Spendern bedankte man sich mit dem altbekannten Schlachtruf. (Oh welche Freude, oh welch Vergnügen….). Nun übergab Dieter Hartwig die Versammlungsleitung sowie die Geschicke des Vereins an Zugführer Wolfgang Klein, sowie dessen Spieß Dominic Weinsheimer. Zunächst begrüßt Wolfgang Klein einen neuen Aspiranten: Christopher Krüppel bisher Jzg. Weidmannsheil. Er war über Thilo Kagel auf unseren Zug aufmerksam geworden und war jetzt hier um uns mal kennenzulernen.

Als erstes wurden Stellvertreter für die ausgefallenen Kameraden bestimmt. Der Posten des Regimentsfahnenhauptmanns blieb dieses Jahr unbesetzt. Als Ersatz für Sven Linkenheil an der Regimentsfahne wurde Thomas Appel gebeten, dies doch wieder zu übernehmen. Als Füllhornträger wurde Bernd Helfenstein bestimmt.

Eine weitere große und hoffentlich publikumswirksame Änderung betraf dieses Jahr die Regimentsabnahme. Diese sollte erstmals auf der Lindenstraße stattfinden.

Es folgte die Ausgabe der Zugbefehle zum Schützenfest 2015, dass unter dem Motto „Klugheit ist Erkennen von Grenzen. Höchste Klugheit ist Erkennen eigener Grenzen.“ stand. Im Anschluss gab es für den Zug eine weitere Neuerung: Der Spieß verteilte Strafkarten für alle Anwesenden, auf denen bei Bedarf Geldbeträge abgeknipst werden konnten. Nach der Auszahlung des Spargeldes als auch dem Kassieren der Essensumlage wünschten sowohl Zugführer als auch Spieß den Kameraden ein schönes Schützenfest und eröffneten das Buffet. Die Stimmung an diesem Abend war ausgelassen (Tobias unterhält den Verein). Sollte das ein gutes Omen für die kommenden Schützenfesttage sein?

Am Samstagnachmittag um 14.30 Uhr traf sich eine Abordnung des Jägerzuges auf dem Grevenbroicher Friedhof vor dem Kriegerehrenmal. Hier gedachte man der verstorbenen Kameraden und legte ein Blumenangebinde nieder.

Am Abend um 19:15 Uhr traf man sich im Vereinslokal. Auch wenn das Wetter Kapriolen schlug und es sich nicht entscheiden konnte ob nun Regen oder Sonnenschein angesagt sein sollte, so tat es der Stimmung unter den Kameraden keinen Abbruch. Man hoffe nur noch den Fackelzug als Schützenfest-Auftakt trockenen Fußes hinter sich zu bringen.

Als sich am Abend der Fackelzug, der sich am Bahnhofsvorplatz formierte, um 20.30 Uhr in Bewegung setzte, und man durch die festlich geschmückte und gut besuchte Fußgängerzone zog, konnte man von einem wirklich glanzvollen Festauftakt sprechen. Auch die Fackelbauer hatten dieses Jahr kräftig angepackt. Mit sage und schreibe 13 Großfackeln war dieser Fackelzug nicht mit den Fackelzügen der letzten Jahre nicht zu vergleichen. Beifall der Zuschauer auf dem gesamten Zugweg war den Fackelbauern gewiss für die wochenlange harte Arbeit.

Beste Voraussetzungen für eine tolle Stimmung im Festzelt, wo an diesem Abend der Bürgerball gefeiert wurde. Zur Überraschung vieler gewannen die „Walzenbrüder“ mit Ihrer „Wickinger“ Fackel die Fackelprämierung. Die Stunden vergingen und für viele war es bereits wieder früher Morgen, bevor man den Heimweg antrat.

Sonntag 8.35 Uhr „Antreten zum Gottesdienst und zur Toten- und Gefallenenehrung“, so lautete der 1. Befehl für den folgenden Tag. Die kirchliche Feier in der evangelischen Christuskirche wurde von Frau Pastorin Ruge sowie Herrn Diakon Jansen gestaltet. Die Kameraden die in der katholischen sowie evangelischen. Kirche „Hausverbot“ haben, saßen währenddessen im Caffee Pause bei einem gemeinsamen Frühstück. Die beteiligten Kameraden wurden zugunsten der Zugkasse gerügt. Anschließend zog man zum Denkmal, wo die Toten- und Gefallenenehrung stattfand.

In seiner eindrucksvollen Gedenkrede warb Vizepräsident Lothar Zimmermann für Frieden und Verständnis für die Flüchtlinge die zurzeit in Scharen in Deutschland um Asyl bitten. Im Anschluss wurde der Prolog vom „Guten Kameraden“ von Daniel Tockhorn „Jgz. St. Bernardus“ gesprochen. Dies war auch eine Premiere. In den vorherigen Jahren wurde dieser Prolog von Rolf Haas gesprochen, der leider im letzten Jahr verstarb.

Nachdem vom Großen Zapfenstreich, die Nationalhymne sowie die Europahymne verklungen waren, marschierte das Regiment ins Festzelt. Hier fand das Frühkonzert statt. Auch der Jägerzug St. Hubertus führte seine Ehrungen neben dem Festzelt durch. Zugführer Wolfgang Klein dankte Dieter Hartwig für seine 25.Jährige Treue zum Jägerzug und die Kameraden des Zuges schlossen sich mit einem dreifachen “Gut Schuß“ an. Die Ehrung von Daniel Hemmerling zum 10 jährigen Vereinsjubiläum war dem Zugführer zu diesem Zeitpunkt entfallen, wurde aber im Verlauf dieses Tages noch nachgeholt. Im Anschluss an die Ehrungen erwartete die Festteilnehmer ein unterhaltsames Programm im Festzelt einschließlich der Edelknaben-Ehrungen. Hier konnte man sich schon mal physisch und psychisch auf den am Nachmittag stattfindenden Festumzug vorbereiten. Einige Kameraden und Ihre Damen nutzen, wie schon seit vielen Jahren die Gunst der Stunde, auf Einladung von Dieter und Iris Hartwig ein komplettes Mittagessen zu bekommen was in diesen Tagen eher selten ist. An dieser Stelle sei den Beiden hierfür herzlich Gedankt.

Dann hieß es aber sich zu beeilen denn um 13:45 Uhr war Antreten am Vereinslokal. Der große Festumzug stand unmittelbar bevor. Nach der Abnahme des Zuges durch unseren Zuführer als auch seine Majestät Thilo I Kagel ging es zum Antreteplatz vor dem Grevenbroich Bahnhof. Zugkönigin Anja steckte den Hubertus-Schützen noch Sträußchen ans Revers.

Das Antreten des Regiments verlief einigermaßen pünktlich so das sich um 14.30 Uhr der hier formierte Festumzug in Bewegung setzen konnte. Nachdem der Zug auf der Lindenstrasse angelangt war hielt man an. Der Schützenkönig nebst Gefolge wurde vom Landrat des Rhein-Kreises Neuss Hans-Jürgen Petrauscke im Grevenbroicher Ständehaus empfangen. Gemeinsam mit allen geladenen Gästen erfolgte die Regimentsabnahme. Genau zu diesem Zeitpunkt hingen dicke Wolken über Grevenbroich aus denen der eine oder andere Regentropfen viel. Aber der Liebe Gott war ein „Grevenbroicher“ und die dunklen Wolken verzogen sich. Die Zuschauer die den Weg säumten hatten sich in diesem Jahr auch besser verteilt. Auf der Lindenstrasse standen in diesem Jahr deutlich mehr Zuschauer während in der Innenstadt es immer noch viele Zuschauer waren, die aber nicht mehr ganz so eng beisammen stehen mussten. Im Anschluss an die Regimentsabnahme marschierte das Regiment zurück in die Innenstadt wo die Parade stattfand. Anschließend ging es über den Hartmannsweg zurück ins Festzelt. Hier wurde das eine oder andere Bierchen noch getrunken und auf den schönen und vor allem trockenen Abschluss des Festumzuges angestoßen.

Der Festball ab 20.00 Uhr findet grundsätzlich zur Ehren des Königs statt. So auch dieses Jahr. Das Schützenkönigspaar Victor I und Henriette Göbbels hatte die Partyband „Zündstoff“ ins Festzelt eingeladen. Auch hier wieder sehr gute Stimmung und viel Spaß und bei einigen Feiern bis zum frühen Morgen.

Montag 11.00 Uhr: „Antreten zum traditionellen Frühschoppen im Festzelt“. Wie jedes Jahr hatten wir uns wieder unsere Ecke direkt hinter dem Haupteingang gesichert und abgesperrt. Die Kameraden des Jägerzuges waren auch alle pünktlich um 11.00 Uhr vor Ort (woran das wohl gelegen hat??). Es wurden belegte Brötchen gereicht und das eine oder andere Bier schon getrunken. An den BSV-Kassenhäuschen bildeten sich zur Mittagszeit lange Schlangen und es herrschte am Nachmittag eine gemütliche Enge im Festzelt. Auch die Kameraden des Zuges wurden Runde um Runde mit Gerstensaft versorgt. Auch dieser Frühschoppen endete in bester Manier in den späten Abendstunden.

Der Dienstag startete um 09:30 Uhr mit dem Pfänder- und Zugkönigsschießen am Schießstand Orken. Traditionsgemäß gab der amtierende Zugkönig den ersten Schuß zu Ehren des Bundespräsidenten ab. Im Anschluß startet das Pfänderschießen. Den linken Flügel sicherte sich Tobias Laube mit dem 41. Schuß, den rechten Flügel traf Dieter Hartwig final mit dem 64. Schuß. Max von Borzestowski erlegte den Kopf mit dem 25. Schuß. Zu guter Letzt holte sich Wolfgang Klein mit dem 31. Schuß den Schwanzorden.

Es folgte eine Schießpause in der die Anspirantenliste zum Zugkönigsschießen eröffnet wurde. Es meldeten sich 3 Aspiranten: Dieter Hartwig, Daniel Hemmerling und Wolfgang Klein.

Das Zugkönigsschießen startete ca. 12.30 Uhr. Es wurde ein langer und nervenaufreibender Wettkampf zwischen den drei Aspiranten. Zwischendurch hatten diese immer wieder die Möglichkeit den Vogel aus der Nähe zu begutachten. Aber letztendlich wurde auch dieser Vogel mit dem 249. Schuss von Wolfgang Klein um ca. 14:20 Uhr erlegt. Wir bedankten uns, dass wir die Schießbahn benutzen durften und mussten uns nun sputen um mit einer Stunde Verspätung zum Vereinslokal zu gelangen. Dort nahm man nun gemeinsam mit den Damen das Mittagessen ein.

Zugführer Wolfgang Klein ergriff nach dem Mittagessen das Wort. Er entschuldigte sich bei den Damen sowie der Wirtin unseres Stammlokals für die Verspätung. Nun war die Zeit gekommen das sich Thilo Kagel vom Königssilber trennen musste. Wolfgang Klein stellte die Zugkönigskette sicher und bedankte sich für ein tolles Regierungsjahr.

Der stellvertretende Zugführer Andre Dresen ergriff im Anschluss das Wort. Er ließ den heutigen Tag nochmals Revue passieren und Übergab im Anschluß das Königssilber an unseren Zugführer Wolfgang Klein der hiermit zu SM. Wolfgang III Klein wurde. Die anwesenden Mitglieder begrüßten unseren neuen Zugkönig mit einem dreifachen „Gut Schuss“. Die erste Amtshandlung war nun die Übergabe der Pfänderorden an die genannten Pfänderschützen. Somit endete der erste offizielle Teil dieses Tages. Schließlich lagen ja noch der Festumzug sowie die Königsfeierlichkeiten vor einem. Hierzu traf man sich um 17:20 im Vereinslokal. Der Kronprinzenzug Waldeslust hatte uns gebeten, mit Ihm gemeinsam begleitet von einem Tamboucorps auf die „Von-Goldammer-Str.“, zum Festzug aufzumarschieren. Dieser Bitte kam man gerne nach. Der Festumzug setzte sich pünktlich um 18.00 Uhr in Bewegung. Nach einem kurzen Umzug und Vorbeimarsch am Schützenkönig ging es ins Zelt um den weiteren Krönungsfeierlichkeiten beizuwohnen.

Das Regiment bedanke sich bei der scheidenden Majestät Victor I Göbbels und seiner Gattin Henriette für ein tolles Regierungsjahr mit donnerndem Applaus. Ebenso frenetisch wurde die neue Schützenmajestät Dominic I Wegener mit Gattin Susanne vom Jägerzug „Waldeslust“ inthronisiert. Auch nach Ende des offiziellen Teils wurde es für so manchen Schützen ein langer Abend, der schlussendlich an der Theke endete.

Am Mittwochabend um 19.00 Uhr stand traditionsgemäß noch das Fischessen im Vereinslokal an. Diesmal wurden wir vom Königszug Waldeslust hierzu eingeladen. Wolfgang Klein in seiner Funktion als Zugführer begrüßte alle Anwesenden und bedankte sich beim Zug für tolles Schützenfest. Es gab während des Festes keine Ausfälle und das Auftreten des Zuges sei sehr gut gewesen. Es wurde im Folgenden nochmals an den Termin des folgenden Wochenendes in Neuenhoven/Schlich erinnert.

Des Weiteren wurde auf die nächste Versammlung am 1. November 2015 zum „Arnold-Maini-Gedächnisschießen“ um 11.00 Uhr an der Orkener Schießbahn erinnert. Zum Abschluss bedankte man sich bei der Wirtin unseres Vereinslokals Renate Brocker für die tollen Stunden die man während der Schützenfesttage hier verbringen durfte mit einem Blumenangebinde. Nach einem dreifach, kräftigen „Gut Schuss“ gab Wolfgang Klein dann das Kommando wieder an Dieter Hartwig. Unser Spieß der die Strafkarten der einzelnen Schützen noch auswertete gab bekannt das sich wieder ein Kamerad klar aber erst im letzten Moment deutlich für die „Zugsau“ qualifiziert hat. Weiteres hierzu am Königsehrenabend.

Mit diesen Worten schließt der Protokollant den Bericht über ein sehr unterhaltsames Schützenfest 2015 und freut sich jetzt schon auf das im Jahr 2016.

Aktuelle Seite: Home St. Hubertus Schützenfest 2015